Ryanair Flug FR4978

In der aktuellen Printausgabe des Magazins „Focus“ vom 29.05.2021 nahm unser Vorstandsmitglied Lars F. Corsten, auf Bitten des freien Journalisten Matthias Kowalski, zu einer Anfrage Stellung:

>>Der Ruf nach sicheren Flugrouten

Nach der erzwungenen Landung des Ryanair-Fluges FR4978 in Minsk wird erneut Kritik an der Planung von Flugrouten laut. Strecken und mögliche Flugkorridore plant in Europa die Flugaufsicht Eurocontrol, zusammen mit der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO. Mit nationalen Behörden legen sie sogenannte No-Fly-Zonen fest, etwa über Militärgelände, Kraftwerken oder Heiligtümer. Doch die Entscheidung, welche Route geflogen wird, treffe die Airlines.
Ryanair-Boss Michael O’Leary entrüstete sich zwar über die „staatlich unterstützte Entführung“, schickte jedoch einen Tag später wieder einen Flieger auf den Weg vom Baltikum nach Zypern durch den Luftraum von Belarus und setzte die Insassen erneut unnötigen Gefahren aus.

Lars Corsten vertritt die Interessen von Fluggästen als Vorstand der Vereinigung Passagier und fordert, nur noch sichere Flugrouten zu nutzen. Er schlägt vor, „Länder, bei denen man nicht gewährleisten kann, dass es nicht zu solchen Zwischenfällen kommt“, nicht mehr zu überfliegen. Selbst bei Umwegen müsse die Sicherheit der Passagiere immer im Vordergrund stehen. Politik und Behörden in der EU sollten handeln. Die EU dürfe „nicht weiter ein zahnloser Tiger sein, der zwar weiß, wo sein Gebiss liegt, es aber nie benutzt“.<<

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